Mit Pferden lernen

„Geh, mein Sohn, suche dir ein eigenes Königreich, das deiner würdig ist. Makedonien ist nicht groß genug für dich.“
(Philipp II. zu Alexander dem Großen nach Plutarch „Alexander“, 6)

Alexander soll in jungen Jahren sein Pferd Bukephalos gezähmt haben, das ihn später bis nach Indien trug. Niemand zuvor konnte es bändigen. Alexander erkannte, was den Fehlschlägen der anderen zugrunde lag: Das Pferd schien den eigenen Schatten zu scheuen. Folgt man Plutarch, hatte Alexander seine alles überragende Führungsfähigkeit an einem Pferd gelernt und bewiesen.

Mit Pferden Führen zu lernen, ist also nicht neu. Es handelt sich nicht um einen modischen Gag. Alle großen und berühmten Herrscher und Feldherrn nutzten die Reaktion ihrer Tiere, um ihre Überzeugungskraft zu entwickeln. Geschichten, Bilder und Reiterstandbilder zeugen davon, wie archetypisch die Verbindung von Mensch und Pferd ist.

Natürlich geben auch Menschen Feedback, das zeigt der Berufsalltag. Auch Führungsseminare haben es vielfach erprobt. Doch wir sind geübt, uns schnell ein Bild voneinander zu machen. Und stets in der Versuchung, auf dieses Bild zu reagieren, nicht auf ein neues, verändertes Verhalten.

Pferde dagegen machen sich kein Bild vom Menschen, sie nehmen nur sein aktuelles Verhalten wahr. Und reagieren äußerst sensibel darauf. Wer etwas nicht richtig macht, bekommt eine neue Chance. Pferde verzeihen, sie tragen nicht nach. Sie sind absichtsfrei, sie stigmatisieren niemanden. Titel, Position und Äußeres sind für sie unwichtig. Sie kennen keine Taktik und keine Tricks. Das macht sie zu wunderbaren Helfern beim Erlernen neuen Verhaltens. Wer sonst ist so großmütig, dass er uns erlaubt, immer wieder neu zu beginnen?
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